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Buchpremiere

„Und plötzlich stand Jesus Christus in meinem Garten ...“

Modedesigner Harald Glööckler ist unter die Autoren gegangen.FOTO: dpa / Arne Immanuel Bänsch

Berlin. Der Modeschöpfer Harald Glööckler ist ein gläubiger Mensch – aber nicht mehr in der Kirche.

Das Gesicht ist stark geschminkt, die Fingernägel sind rot lackiert, an den Händen trägt er schwere, goldene Ringe. Sein Sakko ist golden bestickt, die Haare schwarz und blond gefärbt, der akkurate Bart extravagant zurechtgestutzt. Getragen von einer schweren Perlenkette, baumelt vor der Brust ein großes, goldenes Kreuz. Als der Modeschöpfer Harald Glööckler den Konferenzraum im Berliner Haus der Bundespressekonferenz betritt, geraten die Fotografen nahezu in Extase. „Zeigen Sie noch mal die Ringe!“, „Stellen Sie sich mal mit gefalteten Händen vor das Plakat!“

Denn Harald Glööckler ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten Deutschlands. Und er ist gläubig. Das offenbart er in einem neuen Buch, das jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: „Kirche öffne Dich!“ heißt es. Es bietet tiefe Einblicke in den Menschen hinter der weißen Schminke und unter dem roten Nagellack – und es macht deutlich, wie es jemandem, der in keine Schublade  passt, schwerfällt,  gesellschaftlich  akzeptiert zu werden.

Denn genauso schrill wie der Mensch ist auch der Glaube von Harald Glööckler. In seinem Buch schildert er zum Beispiel, wie ihm Jesus Christus in seinem Garten begegnet sein soll: Er habe neben seiner Marienstatue gesessen und meditiert. „Eigentlich wollte ich wieder einmal einiges loslassen und war in einem langen Zwiegespräch mit dem Erzengel Michael, den ich bat, mit seinem Schwert die energetischen Verbindungen zur Vergangenheit zu durchtrennen“, schreibt Glööckler. Er wollte einen Neuanfang, betete darum. „Plötzlich stand Jesus Christus in meinem Garten und lächelte mich unvermittelt an“, schreibt Glööckler. „Es war klarste und reinste Liebe, und die ganzen Vorbehalte schmolzen dahin.“

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