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Schlieren und Teppiche

Woran Badegäste Blaualgen erkennen

Strandbesucher lesen ein Badeverbotsschild an der Schlei. Gut 40 Kilometer zieht sich Deutschlands längster Ostseefjord von der Küste ins Binnenland.FOTO: dpa / Frank Molter

Berlin. Kristallklar ist das Wasser in vielen Badeseen ohnehin nicht. Aber woran erkennen Badegäste, dass eine Gesundheitsgefahr besteht? Und was können sie selbst tun, um Gewässer sauber zu halten?

Es ist heiß, es ist sonnig, und die Badesaison ging schon früh los. Das freut nicht nur Badegäste – es bietet auch ideale Bedingungen für die Ausbreitung sogenannter Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen. „Hochsaison haben sie normalerweise Mitte bis Ende August“, sagt Silvia Kostner, Sprecherin des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso). „Dieses Jahr könnte es früher soweit sein.“ Aus anderen Bundesländern seien schon Fälle gemeldet worden. Wer Blaualgen im Gewässer entdeckt, sollte zumindest Kinder und Hunde nicht mehr baden lassen. „Kinder schlucken häufig Wasser“, sagt Kostner. Schlucken sie dabei auch bestimmte Blaualgen oder deren Gifte, drohen Durchfall, Erbrechen und Kopfweh.

Bei empfindlichen Menschen können die Bakterien auch Hautreizungen hervorrufen. Möchten Erwachsene trotz Blaualgenbelastung baden gehen, rät Kostner, den Mund fest zu schließen und sich hinterher gut abzuduschen. Die Badebekleidung sollte gleich ausgewaschen werden.

Blick auf einen für Badegäste gesperrten Strandabschnitt der Schlei in Schleswig-Holstein. FOTO: dpa / Frank Molter
(dpa/uf)
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