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Brandenburgisch-polnische Bahnverbindungen

Kleine Schritte statt großer Würfe

Bahnverbindung Brandenburg-Polen FOTO: MMH

Berlin/Potsdam. Brandenburg und die polnischen Nachbarregionen wollen die Bahnverbindungen ausbauen. Der Bund und Warschau bremsen.

Das Interesse am Thema ist groß, beiderseits von Oder und Neiße erlebt die Eisenbahn eine Renaissance. „Kommunalpolitiker und Landräte bestätigen mir, dass sie selbst überrascht sind, wie die Bahnlinien auch Investoren anziehen“, sagte Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) bei einem Forum jüngst in Berlin. Bürgermeister und Landräte von der Uckermark bis zur Lausitz und aus Polen nahmen teil. Doch gerade der Ausbau kleinerer Strecken steht bisher nicht im Bundesverkehrswegeplan, weil die „Regularien nun einmal so sind wie sie sind“ und „die Elektrifizierungsabschnitte alle durch die Wirtschaftlichkeitsprüfung gefallen“ seien. Mit solchen Worten bremst der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU) Erwartungen.

Doch nachdem Berlin und Brandenburg 2018 eine Sondervereinbarung mit dem Bund zur Strecke zwischen Angermünde und Stettin erreicht haben, bei der auch EU-Mittel zum Einsatz kommen sollen, will man jetzt Ähnliches für andere Strecken versuchen. „Wir werden zunächst in einem Interreg-Projekt mit unseren polnischen Partnern die Potenziale der einzelnen Strecken gemeinsam untersuchen“, kündigte Ministerin Schneider an. Hier ein Überblick über die einzelnen Strecken:

Berlin-Angermünde-Stettin: Derzeit gibt es bis zu neun Regionalverbindungen pro Tag, zum Teil mit Umstiegen in Angermünde. Positiv ist, dass die VBB-Tickets auch im Stettiner Stadtverkehr gelten. Das Problem: Der 27,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen Passow (Uckermark) und der Grenze ist eingleisig und nicht elektrifiziert. Nachdem Brandenburg und das Land Berlin jeweils 50 Millionen Euro zuschießen wollen, soll der gesamte Abschnitt ab Angermünde modernisiert und zweigleisig elektrifiziert werden. Das Baurecht dafür soll ab 2021 vorliegen. Fertigstellungstermin ist 2026.

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