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Vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg

Der propagandistische Anlass

Eiffelturm von Gleiwitz– so nennen die Gleiwitzer den 1935 errichteten Funkturm unweit der berühmt gewordenen Radiostation. FOTO: Marie Baumgarten

Gleiwitz. Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg, eingeleitet mit einem fingierten Überfall der SS auf den deutschen Sender Gleiwitz.

In den Geschichtsbüchern ist er oft nur eine Randnotiz: Der Überfall auf den Radiosender Gleiwitz, eine fingierte Aktion, die Adolf Hitler 1939 als Vorwand für den Angriff auf Polen dienen sollte. Dabei ist der Fall Gleiwitz heute wieder brandaktuell: Er zeigt eindrücklich die Macht der Medien und die Gefahr, die von ihnen ausgehen kann. Heute informiert in authentischem Gewand ein Museum über die geheime Aktion der SS.

Stolz und anmutig steht er da und zieht schon von Weitem alle Blicke auf sich. Den 235 Meter hohen Funkturm des Radiosenders Gleiwitz nennen die Einwohner den Eiffelturm ihrer Stadt – und tatsächlich drängt sich der Vergleich mit dem Pariser Wahrzeichen förmlich auf.

Dass das Gleiwitzer Exemplar aus Holz erbaut ist, fällt erst auf, wenn man ihm schon ganz nahe ist. Anfassen kann man ihn aber nicht, auch nicht besteigen. Eine Absperrung schützt vor neugierigen Besuchern, immerhin verrichtet der 1935 erbaute Mast noch immer fleißig seine Arbeit.

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