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Jüdischer Filmemacher auf der Suche nach seinem deutschen Kindermädchen

Wiedersehen nach 65 Jahren

Sie hatten sich über 65 Jahre lang aus den Augen verloren. Dann hat Abraham Ravett beschlossen, Ilse zu suchen. Und er fand sie.FOTO: privat

Walbrzych/Waldenburg. „Sie hat Dich geliebt“, sagten die Eltern. Abraham Ravett hatte nur ein Foto und den Vornamen. Wie es dem jüdischen Künstler trotzdem gelungen ist, sein deutsches Kindermädchen Ilse zu finden, dokumentiert er in einem Film.

Oft sind es die Schicksalsschläge im Leben eines Menschen, die ihn zum Nachdenken über sich selbst veranlassen. Für Abraham Ravett kommt dieser Moment mit Mitte 60, als die gewohnten Dinge in seinem Leben sich ändern und er plötzlich ganz allein ist. Er fühlt sich einsam und abgewiesen. Langsam beginnt er sich an ein längst vergessen geglaubtes Mädchen aus seiner Vergangenheit zu erinnern, mit dem er sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt, obwohl er kaum etwas über sie weiß. Er kennt sie nur aus den Erzählungen der Eltern, die ihm sagten: „Sie hat dich sehr geliebt“.

Ihr Name ist Ilse, sie war sein Kindermädchen. Ravett beschließt, sie zu suchen.

Abraham Ravett als Dreijähriger mit seinem Kindermädchen Ilse in Waldenburg (Walbrzych) 1950. FOTO: privat
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