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Weniger deutsche Kunden

Nur noch einen Sonntag im Monat öffnen Polens Geschäfte

Ab Januar sind nur noch am letzten Wochenende des Monats alle Läden geöffnet. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Slubice. Polen schränkt – wie im vergangenen Jahr beschlossen – den Sonntagshandel weiter ein. Ab Januar sind nur noch am letzten Wochenende des Monats alle Läden geöffnet. Händler klagen bereits über weniger deutsche Käufer.

Während in Deutschland über eine Lockerung des Sonntagshandels nachgedacht wird, geht man in Polen den anderen Weg. Nachdem es schon in diesem Jahr erste Einschränkungen gab, werden ab Januar nur noch am letzten Sonntag jedes Monats alle Läden öffnen.

„Bald habe ich an den meisten Sonntagen Zeit für meine Familie. Das wird schön“, freut sich die junge Verkäuferin in einem Slubicer Modegeschäft. Ihren Namen will sie aber lieber nicht verraten, denn ihr Chef – der Eigentümer des Ladens – dürfte die Lage ganz anders bestrachten. Nachdem schon in diesem Jahr der einst unbeschränkte Sonntagshandel auf das erste und das letzte Wochenende reduziert wurde, ging der Umsatz des kleinen Ladens zurück. „Viele ehemalige Kunden bestellen jetzt auch mehr im Internet“, nennt die Verkäuferin eine weitere Ursache dafür. Die jetzt bevorstehende Einschränkung auf nur noch einen verkaufsoffenen Sonntag im Monat könnte weitere Einbußen bedeuten.

Auf den Grenzbasaren ist die Situation etwas anders. Weil eine Ausnahmeregel besteht, laut der die Inhaber von Läden selbst arbeiten dürfen, wenn sie ihren Mitarbeitern frei geben, haben die meisten Stände weiterhin an allen Sonntagen geöffnet. „Doch man hat schon in diesem Jahr gemerkt, dass an den Sonntagen, an denen die Supermärkte geschlossen waren, auch weniger deutsche Kunden zu uns gekommen sind“, klagt der Gemüsehändler Tomasz Trapa.

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