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Schon 0,3 Promille Atemalkohol können Fahrverbot bedeuten

Polen sendet Führerscheine selten zurück

Wer einmal seinen Führerschein in Polen einbüßt bekommt ihn immer seltener zurück. FOTO: Dietrich Schröder

Cottbus/Slubice. Brandenburger, die im Nachbarland Fahrverbote erhielten, warten oft vergeblich auf ihre dort einbehaltenen Dokumente.

An den 12. April dieses Jahres wird sich Bärbel K. (Name auf Wunsch geändert) lange erinnern. „Wir hatten am Vorabend gefeiert und am Morgen wollte ich mir Zigaretten in Polen holen“, berichtet die Cottbuserin. Doch bei einer Verkehrskontrolle gleich hinter der Grenze in Forst roch ein polnischer Polizist ihre Alkohol-„Fahne“ und ließ die Brandenburgerin pusten. „0,3 Promille Atemalkohol war das Resultat“, erinnert sich die Frau.

Die Beamten hätten den Messwert dann einfach noch mal verdoppelt, um so den angeblichen Blutalkoholwert festzustellen, wie sie sagten. Die Frau wurde dann gleich in die nächste Polizeidienststelle Zary (Sorau) mitgenommen und kam dort in einen Arrest. „Erst am Abend ließ man mich gegen die Zahlung von umgerechnet 500 Euro wieder frei, die ich an einem Supermarkt abheben konnte.“ Der Führerschein wurde ihr abgenommen, ihr Mann fuhr mit ihr nach Hause.

Später sollte es noch dicker kommen. Ein Gericht verurteilte sie zu – inklusive der Verfahrenskosten – mehr als 3000 Euro Strafe. Hinzu kam noch ein dreijähriges Fahrverbot in Polen.

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