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Auf die Übersendung ihres Führerscheins wartet die Cottbuserin allerdings bis heute – obwohl fast acht Monate vergangen sind. Bärbel K. bräuchte ihn dringend für den täglichen Weg zur Arbeit.

„Das ist kein Einzelfall“, meint die Leiterin der Fahrerlaubnisbehörde Frankfurt (Oder), Veronika Clausnitzer. Die Frankfurter Autofahrerin Marina M. etwa, bei der im September bei einem Unfall in Slubice 0,1 Promille Atemalkohol festgestellt wurden und gegen die ein sechsmonatiges Fahrverbot für Polen erlassen wurde, hat ihre Fahrerlaubnis auch noch nicht zurück.

„Seit etwa drei Jahren haben wir überhaupt keine Führerscheine von polnischen Behörden mehr erhalten“, berichtet Clausnitzer. Ihre Behörde wird über alle Fälle informiert, bei denen Polen in Brandenburg Verkehrsdelikte verursachen. „Dabei gibt es einen großen Unterschied“, sagt Clausnitzer. „Die deutschen Behörden erlassen nur Fahrverbote gegen Ausländer, die sich falsch verhalten haben. Ihre Führerscheine dürfen sie behalten, weil die Dokumente nicht von deutschen Behörden ausgestellt wurden.“

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