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Polnischer Politiker Robert Biedron gründet Partei

Auf den Winter folgt der Frühling

Robert Biedron, Bürgermeister der polnischen Stadt Slupsk, hält eine Kopie der Verfassung des Landes in der Hand, als er den Beginn seiner neuen politischen Bewegung während einer Pressekonferenz in Warschau ankündigt.FOTO: dpa / Alik Keplicz

Warschau. In Warschau hat der bekannte Politiker Robert Biedron eine neue Partei gegründet, den „Frühling“. Biedron startet mit seiner Partei direkt in den EU-Wahlkampf durch.

Robert Biedron ist ein Politiker, der mit seinem Charisma, seinem jungenhaften Lachen und seinen mitreißenden Reden problemlos 7000 Menschen in seinen Bann schlagen kann. „Wiosna“ (Frühling) soll die Partei heißen, die er in Polens Hauptstadt Warschau aus der Taufe hob. Während es draußen schneite, zog sich der 42-jährige Parteigründer in der vollen Torwar-Konzerthalle das schwarze Jackett aus und schüttelte in frühlingshaft blütenweißem Hemd Hunderten Menschen die Hände.

Ein Meer von blauen EU- und weiß-roten Polen-Fahnen wogte über den Köpfen, dazwischen hier und da auch die Regenbogenfahne der Schwulen- und Lesbenbewegung sowie Transparente mit den Ortsnamen der angereisten Biedron-Fans. „Wir wollen keinen polnisch-polnischen Krieg“, ruft er im Scheinwerferlicht eines Punktstrahlers.

Parteigründungen sind nichts Seltenes in Polen. Im Gegenteil: Es ist eigentlich schon gute Tradition in Polen, dass sich das gesamte politische Spektrum ein paar Monate vor den nächsten Wahlen neu sortiert. Wenig erfolgreiche Parteien zerfallen, andere entstehen neu. Nach dem Bäumchen-wechsel-dich-Spiel suchen sich dann viele Politiker eine neue Partei. Robert Biedron ist da keine Ausnahme.

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