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Interview mit Prof. Viviane Hagner und Dr. Matthias von Hülsen

Was Musik vermag, wenn es in Europa gärt

Krzyzowa-Music im vergangenen Jahr – Die Konzertreihe war ein großer Erfolg und geht in diesem Jahr weiter. 52 Musikerinnen und Musiker aus 22 Nationen und sogar alle fünf Erdteile sind diesmal vertreten.FOTO: geert maciejewski

Kreisau. Ab 18. August wird Krzyzowa-Music wieder zahlreiche Besucher anziehen. Die beiden Leiter erklären die Faszination der Konzerte.

Die Idee der Widerstandskämpfer des Kreisauer Kreises von einem geeinten, friedlichen Europa, dessen Stärke sich durch die Vielfalt der Kulturen auszeichnet, führt eine Konzertreihe bereits das fünfte Jahr in Folge weiter. Vom 18. August bis 1. September wird Krzyzowa-Music wieder zahlreiche Besucher anziehen. Die RUNDSCHAU sprach mit der künstlerischen Leiterin Prof. Viviane Hagner und Dr. Matthias von Hülsen, dem Gesamtleiter der Veranstaltung.

Herr von Hülsen, am 20. August sind Musikliebhaber zum Eröffnungskonzert von Krzyzowa-Music nach Kreisau (Kryzowa) eingeladen. Sie sagen, in Kreisau könne man den europäischen Gedanken dort erleben, wo er entstanden ist. Was kommt Ihnen da in den Sinn?

von Hülsen Die Widerstandskämpfer des Kreisauer Kreises hatten bereits Ende der dreißiger und Anfang der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts die Vision eines befriedeten Deutschlands, das in einen europäischen Staatenbund eingebettet ist. Im Prinzip hatten sie die spätere EU schon vorgedacht. Sie gingen auch davon aus, dass die Kraft Europas in der Stärke seiner Kulturen liegt, und die Möglichkeit eines vereinten und friedlichen Europas war ihnen Ansporn in den dunkelsten Jahren unseres Kontinents. Uns ist es heute erlaubt, in diesem friedlichen Europa zu leben, für das sich die Frauen und Männer des Widerstands überall in Europa geopfert hatten. Das verpflichtet uns, an dem Zusammenhalt in Europa weiter zu arbeiten und unsere Kulturen miteinander zu pflegen.

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