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Warum, wird zwölf Stunden später peu à peu deutlich. Innenminister Horst Seehofer (CSU), dem der Verfassungsschutz direkt unterstellt ist, schweigt den ganzen Tag über zur Causa Maaßen. Was für den Betroffenen schon einmal ein gutes Zeichen ist. Die Kanzlerin belässt es in der Generaldebatte lediglich bei dem Hinweis, eine Diskussion über Begrifflichkeiten führe nicht weiter. Mehr nicht. Und ein CDU-Innenpolitiker nach dem anderen ist dabei, flankiert von der FDP, auf den Fluren des Reichstages den Journalisten die Erfolge des Präsidenten ins Ohr zu flöten. Man habe sich viel zu lange und „unverhältnismäßig“ mit den Äußerungen „eines Behördenleiters“ beschäftigt, sagt der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Armin Schuster (CDU) „Wir haben eine sehr guten Amtschef.“ So sieht das auch die CSU. Union und Liberale stützen Maaßen dann nach den Sitzungen.

Die Opposition freilich nicht. Man sei „nicht überzeugt“, so der Grünen-Politiker Konstantin von Notz, als sich nach zweieinhalb Stunden die Türen des Kontrollgremiums wieder öffnen. Maaßen habe versucht, „zu bagatellisieren“, schimpft der Linke Andre Hahn. Deshalb sei er „noch nicht aus dem Schneider“. Und auch der SPD reichen seine Erklärungen nicht aus.

Sie fußen vor allem auf dem Bericht, den der Präsident bereits dem Innenminister vorgelegt hatte. Er liegt der RUNDSCHAU vor und umfasst vier Seiten. Darin distanziert sich der Behördenchef von seinen Äußerungen. Er macht unter anderem deutlich, dass er nie behauptet habe, dass das von „Antifa Zeckenbiss“ ins Netz gestellte Video gefälscht oder manipuliert worden sei. Er habe aber in Zweifel gestellt, dass das Video authentisch eine „Menschenjagd in Chemnitz“ zeige. Nicht er, sondern der Urheber müsse belegen, dass damit „Hetzjagden“ dokumentiert würden.

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