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Bundestag

Als ob nichts geschehen wäre

Die Fragen einfach weglächeln: Geheimdienstchef Hans-Georg Maaßen kann nach den Befragungen vorerst beruhigt sein. FOTO: dpa / Bernd von Jutrczenka

Berlin. Verfassungsschutzpräsident Maaßen muss vor den Bundestagsgremien aussagen – er macht dies lächelnd und gelassen.

Der Mann mit dem sympathischen Lächeln ist wie immer ganz akkurat im Auftreten. Ein dunkelblauer Anzug, dazu eine rote Krawatte, freundlich blitzen die Augen hinter seiner kleinen Brille. Nur sagen will Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen nichts. „Bereuen Sie inzwischen ihre Äußerungen?“, wird ihm auf dem Weg ins geheim tagende Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages zugerufen. Maaßen schweigt und lächelt die Frage einfach weg.

Das ist seine Strategie. Er tritt auf, als ob nichts geschehen wäre. Als ob seit dem vergangenen Wochenende nicht ein politischer Tsunami über ihn hinweggefegt ist, weil er anders als die Kanzlerin kundgetan hat, er sei skeptisch, dass es eine rechtsextremistische Hetzjagd in Chemnitz gegeben habe. Und auch das im Internet kursierende Video dazu könne eine Falschinformation sein.

Schon am Vorabend des „Schicksalstags für Maaßen“, wie manch einer in Berlin raunt, sieht man den 55-Jährigen ziemlich gelöst vor dem gediegenen Charlottenburger Schloss stehen, in das die Sicherheitsbehörden zum gemeinsamen Herbstempfang geladen haben. Die Arme hält er verschränkt wie ein Feldherr. Man erlebt einen Mann, der nicht an seine Ablösung glaubt.

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