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Fragen & Antworten zu „Die Ängste der Deutschen“

Angst vor Trump und Flüchtlingen

69 Prozent der Befragten fürchten am meisten, dass US-Präsident Donald Trump die Welt mit seiner America-First-Politik gefährlicher macht. FOTO: dpa / Evan Vucci

Berlin. Der US-Präsident löst die größten Befürchtungen aus. Sachsen-Anhalt bleibt das Land der Angsthasen.

Im Langzeittrend plagten die Deutschen fast immer soziale und wirtschaftliche Ängste, etwa vor Inflation oder Arbeitslosigkeit. Also Sorgen vor persönlichen Verlusten. In diesem Jahr aber sind erstmals seit 24 Jahren, seitdem die Daten erhoben werden, allgemeine politische Bedrohungen ganz nach oben gerückt. Die am Donnerstag in Berlin veröffentlichte Studie „Die Ängste der Deutschen“ ist damit das Spiegelbild einer unruhigen Zeit. 

Wofür fürchten sich die Leute am meisten?

Vor Donald Trump. Dass es durch ihn eine gefährlichere Welt gebe, antworten 69 Prozent der 2400 Befragten. Das ist auch in allen Altersgruppen die Hauptsorge. Der drohende Handelskrieg, die Aufkündigung internationaler Abkommen, aber auch die speziellen Angriffe des US-Präsidenten gegen Deutschland dürften dafür der Hintergrund sein, so der Heidelberger Politikwissenschaftler Manfred Schmidt. Er begleitete die von der R+V-Versicherung in Auftrag gegebene Studie. 63 Prozent nennen die Überforderung der Behörden durch Flüchtlinge und weitere 63 Prozent Spannungen durch den Zuzug von Ausländern. Trotz sinkender Flüchtlingszahlen sind diese Werte gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen, um sechs Prozentpunkte. Auf Platz vier rangiert die „Überforderung der Politiker“, die 61 Prozent nennen. Ebenfalls plus sechs Prozentpunkte. Auch ist die Durchschnittsnote für Politiker, eine 4,3 so schlecht wie seit acht Jahren nicht mehr. Hier spiegelt sich möglicherweise die quälend lange Regierungsbildung seit der Wahl wider.

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