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Frauen sind mit insgesamt 35 Prozent deutlich mehr betroffen als Männer (25 Prozent), bei denen das Wissen über solche Übergriffe zudem viel weniger auf eigenes Erleben zurückgeht, sondern auf Beobachtungen und Gespräche im Büro. Als sexuelle Belästigung wurden Übergriffe, unangemessene Sprüche oder anzügliche Blicke gewertet. Auffällig auch, dass die Betroffenen im öffentlichen Dienst so etwas offenbar leichter mit sich machen lassen als in der Privatwirtschaft. In den Behörden wehrten sich nur 41 Prozent, in den Betrieben waren es 44 Prozent. 19 Prozent gaben an, sie hätten aus Angst oder Unsicherheit nichts unternommen, zehn Prozent, weil sie berufliche Nachteile befürchteten und sechs Prozent, weil der Chef selbst der Belästiger war. 24 Prozent fanden die Sache nicht so schlimm.

Auch in Sachen Diskriminierung ist der öffentliche Dienst kein wirkliches Vorbild. In der Privatwirtschaft fühlen sich 20 Prozent benachteiligt, bei den Beamten sind es 15 Prozent und bei den Tarifbeschäftigten in den Behörden 17 Prozent. Also kaum weniger. Die Männer, die das angaben, glauben, dass ihr Alter oder eine Behinderung der Grund sind, Frauen vermuten ihr Geschlecht oder den Familienstand als Motiv. Hauptklagen sind bei den Männern, dass sie eine begehrte Stelle nicht bekommen hätten; bei den Frauen eine unterbliebene Gehaltserhöhung.

Was das allgemeine Ansehen des öffentlichen Dienstes angeht, so ergab die Studie einen positiven Trend. Nur noch 32 Prozent finden ihn zu teuer, vor zehn Jahren waren es 58 Prozent. Ein starker Staat ist wieder bei 79 Prozent der Bürger angesagt. Im Berufe-Ranking liegt aktuell der Feuerwehrmann ganz vorne, knapp vor Arzt, Krankenpfleger und Erzieher. Verlierer im Ansehen sind Steuerberater, Unternehmer und Mitarbeiter von Werbeagenturen.

Die ganze Befragung: www.dbb.de

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