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Sozialwissenschaftlerin Katja Salomo im Interview

„Frauen kommen seltener zurück“

Wenn es schwieriger für die Männer wird, eine Frau zu finden, dann verstärkt das Radikalisierungsprozesse. FOTO: dpa / Robert Rutkowski

Cottbus. Die Berliner Sozialwissenschaftlerin Katja Salomo sieht Abwanderung und Männerüberschuss als Gefahr für die Demokratie. Wo die genauen Ursachen liegen, erklärt sie im Interview mit der LAUSITZER RUNDSCHAU.

Frauen halten auf dem Land die Gesellschaft zusammen, wo sie fehlen, radikalisieren sich die frustrierten Männer und wählen eher Rechtspopulisten (RUNDSCHAU berichtete). Wir sprachen mit der Berliner Sozialwissenschaftlerin Katja Salomo.

Frau Salomo, was bedeutet es für eine Region, wenn mehr Frauen weggehen als Männer?

Salomo  Frauenmangel in einer Region heißt erstmal, dass Männer unzufrieden sind, weil sie keine Frauen finden. Aber es geht noch weiter. Frauen investieren mehr in den sozialen Zusammenhalt. Nicht nur in der Familie, auch in der Nachbarschaft und in Vereinen sind Frauen viel engagierter als Männer. Dieser Beitrag fehlt dann, wenn mehr Frauen die Region verlassen. Das heißt, der soziale Zusammenhalt vor Ort dürfte darunter leiden, dass Frauen in einer bestimmten Altersgruppe nicht da sind.

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