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Interview mit Martin Schulz

„Das hat gravierende gesundheitliche Folgen“

Prof. Martin Schulz. Foto: Steffen Roth FOTO: Steffen Roth

Berlin. Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission sieht die deutsche Regierung in der Pflicht zu handeln.

Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind nicht nur ärgerlich, sie können auch gefährlich sein, warnt Professor Martin Schulz, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker.

Apotheker verbringen fast sechs Stunden in der Woche damit, schwer lieferbarer Arznei hinterherzujagen. Was ist da los?

Martin Schulz Ja, Apothekerinnen und Apotheker müssen sehr viel Zeit damit verbringen, damit aus Lieferengpässen keine Versorgungsengpässe werden, die Patienten gefährden. Dies geht auch aus unserer eigenen Umfrage unter 865 öffentlichen und 54 Krankenhausapotheken hervor. Diese hatte ergeben, dass 90 Prozent der Apotheken vor Ort und 80 Prozent der Krankenhausapotheken in den vorangegangenen drei Monaten Lieferengpässe erlebt hätten. Betroffen waren etwa  Herz-Kreislauf-Mittel, Antibiotika, Schmerzmittel und Antidiabetika. Und das Problem scheint weiter zuzunehmen.

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