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Was bedeutet das denn für die Patienten?

Schulz Nicht jeder Engpass ist kritisch. Falls möglich, können Apotheken das fehlende Arzneimittel gegen ein wirkstoffgleiches Präparat austauschen. Doch sollten sogenannte versorgungsrelevante Arzneimittel, wie einige Krebsmittel, fehlen, kann dies gravierende gesundheitliche Folgen für die Patienten haben.

Als ein Grund für die Engpässe gilt die Konzentration der Produktion bei wenigen Billigfabriken in Asien. Die Hersteller machen dafür die Rabattverträge der Krankenkassen verantwortlich. Zu Recht?

Schulz Zum Teil. Die Ursachen sind vielfältig und beruhen in der Regel auf Herstellungsproblemen, Preisgestaltungen oder Marktrücknahmen sowie der Nachfrage. Arzneimittelengpässe machen sich aber tatsächlich insbesondere dann bemerkbar, wenn die weltweite Versorgung mit den bestimmten Wirkstoffen nur wenigen Herstellern obliegt, die nicht selten in Indien oder China ansässig sind.

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