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Beitragssteigerung

Der Pflegebeitrag steigt stärker

Mehr Pflegebedürftige und zu wenig Geld: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt die Erhöhung der Pflegebeiträge an. FOTO: dpa / Axel Heimken

Berlin. Mehr Geld für mehr Leistungen – Minister Spahn kündigt Schub um 0,3 Prozentpunkte an.

Der Finanzbedarf in der Pflegeversicherung ist größer als noch bis vor Kurzem angenommen. Der Pflegebeitrag für Beschäftigte und Rentner muss deshalb zum 1. Januar 2019 um 0,3 Prozentpunkte steigen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin an. Nachfolgend die wichtigsten Details und Hintergründe.

Warum ein höherer Beitrag trotz Rücklagen?

Die Pflegeversicherung verfügte zu Jahresbeginn noch über ein Finanzpolster in Höhe von rund sieben Milliarden Euro. Nach den neuesten Berechnungen des Gesundheitsministeriums reduzierte sich die Rücklage aber schon bis Ende Mai auf 5,6 Milliarden Euro, weil die laufenden Ausgaben höher waren als die Beitragseinnahmen. Bereits vor drei Wochen hatte Ressortchef Spahn deshalb eine Beitragserhöhung von 0,2 Prozentpunkten ins Gespräch gebracht und einen „Kassensturz“ angekündigt. Der liegt nun vor, und demnach muss der Beitrag sogar um 0,3 Prozentpunkte steigen, um die Pflegekasse mittelfristig zu konsolidieren.

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