ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Das Bürgerkriegsland Jemen zwischen den Fronten

Der Warlord, der immer weiterkämpft

Tais kommt nicht zur Ruhe: ein Kämpfer der Salafi-Brigade von Abul Abbas bei Gefechten mit immer wieder angreifenden Huthis im vergangenen November. FOTO: dpa / Ahmed A. Basha

Tais. Im Jemen tobt ein Krieg, in dem der Westen indirekt Bündnisse mit Terroristen unterstützt. Al Qaida und die Terrormiliz IS profitieren, eine arabische Koalition zahlt. Zu Besuch bei einem Kriegsfürsten. 

Einen Warlord zu treffen, ist keine einfache Sache. Man schickt keine Textnachricht und verabredet sich im Café oder so. Schon gar nicht dann, wenn dieser Kriegsfürst im Bürgerkriegsland Jemen herrscht und an der Seite des Terrornetzwerks Al Qaida kämpft.

Der Weg zu Abul Abbas führt durchs jemenitische Bergmassiv, auf Schleichwegen abseits von Kontrollpunkten und bewaffneten Blockaden. Durch die zerbombten Häuser einer Stadt im Ausnahmezustand. Hier in Tais führt der Milizenboss seinen ganz eigenen Krieg. Seinen Krieg, der indirekt auch vom Westen unterstützt wird.

Wer ist der Mann, dessen Gruppe viel Geld und Waffen von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bekommt? Hinter den Zinnen der weiß getünchten Häuser der Altstadt von Tais steht eine Schule, in der Kindergeschrei längst Geschichte ist. Stattdessen stehen da Männer mit Kalaschnikows.

top