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Erst ein Kontrollpunkt, dann zwei Autos mit Kämpfern vor dem Tor. Hinter ihnen, im Innenhof, stehen gepanzerte Wagen, auf denen „Abul Abbas Brigade“ steht. Einschusslöcher zeugen von den blutigen Nächten des jemenitischen Bürgerkriegs.

Die Bodyguards des Warlords – eines Mannes, der sein Gebiet unabhängig von staatlichem Einfluss führt – sind streng. Vor der Tür ist Schluss. Telefonate, Nachrichten und Einladung hin oder her. Erst als der Medienbeauftragte erscheint, öffnet sich die Tür. Die Männer tragen lange Haare und haben sich unter den Augen schwarz angemalt. Ein Erkennungsmerkmal der Salafisten.

Der Medien-Milizionär führt einen Gang entlang, doch nicht weit. Abul Abbas – Kämpfer, Anführer, Warlord und gleichzeitiger Verbündeter von Extremisten und Emiraten – regiert sein Reich aus einem Klassenzimmer im Erdgeschoss. Hinter der Tür steht er, ein Mann, der die Hand nicht zur Begrüßung reicht. Doch Abul Abbas ist bereit zu reden, um endlich etwas klarzustellen.

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