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Interview mit Britta Schellenberg

„Neues Stadium der Auseinandersetzung“

Die Münchner Rechtsextremismusforscherin sagt, dass Deutschland dennoch immer weltoffener wird.

Britta Schellenberg (46) ist  Rechtsextremismusforscherin am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft in München. Die RUNDSCHAU sprach mit ihr.

Frau Schellenberg, der Verfassungsschutz beobachtet die AfD-Jugend in Bremen und Niedersachsen. Die AfD sieht darin eine „Kriegserklärung“. Ist es berechtigt, dass diese Organisationen überwacht werden?

Zahlreiche Äußerungen und Aktivitäten von AfD-Kandidaten sind hochproblematisch. Es muss genau geprüft werden, ob einzelne Personen, Gruppierungen oder die gesamte Partei beobachtet werden sollten. Überraschend sind die widersprüchlichen Einordnungen in den einzelnen Bundesländern: Während etwa Pegida für den Sächsischen Verfassungsschutz nicht als beobachtungswürdig erscheint, werden weniger gewalttätige -gida-Erscheinungen in anderen Bundesländern beobachtet. In Sachsen, wo Journalisten handfest angegriffen wurden, scheint es jedoch so, dass sie nicht beobachtungswürdig sind. Das zeigt, dass es in Sachen Verfassungsschutz zu Absprachen auf Bundesebene kommen muss, die Parlamente und Experten müssen miteinbezogen werden.

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