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Politik

Weltweiter Engpass bei Medikamenten trifft Patienten

Fällt in China eine Maschine aus, kann es für deutsche Patienten eng werden. FOTO: dpa / Friso Gentsch

Berlin. Immer häufiger müssen Apotheken – und damit auch Patienten – auf Medikamente warten.

Von Hajo Zenker

„Wir rennen den Medikamenten permanent hinterher.“ Für Apotheker Jens Andreas aus Strausberg ist die aktuelle Liefersituation kein Spaß. Dass man nicht alles vorrätig haben kann und deshalb etwas bestellt wird, ist klar. Dass immer mal wieder Arznei aus anderen Ecken Deutschlands beschafft werden muss, was für den Patienten länger als sonst gewohnt dauert, ist nicht neu. Dass beim Großhandel aber ein bestimmtes Mittel gar nicht mehr zu bekommen ist, kommt immer mal wieder vor – nimmt aber enorm zu.

Pro Monat ordert der Apotheker deshalb rund 100 Mal direkt beim Hersteller. Aber auch der ist längst nicht immer lieferfähig. Dass ein Patient sechs, sieben, acht Wochen auf sein Mittel warten muss, gibt es immer wieder. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) listet aktuell 470 Medikamente auf, für die es 2019 Lieferengpässe auf Wochen oder Monate gibt oder gab. Gängige Antibiotika, Schmerzmittel, Blutdrucksenker sind darunter.

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