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Politik

Feilschen um EU-Spitzenjob geht weiter

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlässt den EU-Gipfel nach ergebnislosen Verhandlungen. Am Dienstag soll es weitergehen. FOTO: dpa / Thierry Roge

Brüssel. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat jetzt ein Problem: Im Ringen um EU-Spitzenjobs ist keine Lösung in Sicht. Ihre Kompromissbereitschaft hat sich nicht ausgezahlt.

Dieses Debakel  ist auch ihr Debakel, aber die Kanzlerin gibt sich ganz gelassen. „Dass es so lange dauert, wusste ich auch nicht“, sagte Angela Merkel am Dienstagmittag im EU-Ratsgebäude trocken.  Vor ein paar Minuten haben die Regierungschefs ihren Sondergipfel zur Besetzung der EU-Topjobs ergebnislos unterbrochen.

Nach einer langen Nacht, einem gemeinsamen Frühstück und insgesamt 18 Stunden Beratungen fällt der übernächtigten Runde jetzt nur noch ein, sich auf Dienstag zu vertagen. Dabei hatte es gerade noch so ausgesehen, als würde der niederländische Sozialdemokrat Frans Timmermans doch Kommissionspräsident, während der deutsche CSU-Vize Manfred Weber mit dem Trostpreis des EU-Parlamentspräsidenten entschädigt würde.

Und nun: „Wir können es Scheitern nennen“, schimpft Frankreichs Präsident Emmanuel Macron,  selbst nicht ganz unschuldig an der Misere. „Wir geben ein sehr schlechtes Bild ab. Unsere Glaubwürdigkeit ist tief beschädigt.“ Sein spanischer Kollege Pedro Sanchez ruft: „Enorme Frustration!“  Merkel aber gibt sich abgeklärt: „Es ist so, dass wir viele Enden zusammenbringen müssen. Gut Ding will Weile haben.“

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