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Große Koalition im Bund

Fliegender Wechsel im Kanzleramt?

Strategiegespräch im Hintergrund? Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) und Angela Merkel stimmen sich ab. FOTO: dpa / Michael Kappeler

Berlin. Ein Tausch von Angela Merkel auf Annegret Kramp-Karrenbauer als Regierungschefin ist schwerer als gedacht.

Viel wird in diesen Tagen spekuliert über einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt. Angela Merkel raus und Annegret Kramp-Karrenbauer rein, so lautet die simple Formel. Tatsächlich wäre das alles andere als einfach.

Zunächst: Warum sollte Angela Merkel gehen? Sie hat – nach allem was man hört – viel Freude im Amt. Bleibt die Überlegung, der neuen CDU-Chefin eine bessere Ausgangsposition für die nächste Bundestagswahl verschaffen zu wollen. Zwingend ist auch diese Logik nicht: Womöglich ist es für Kramp-Karrenbauer auch vorteilhafter, als frische Kraft „von außen“ zu kommen.

Trotz allem einmal angenommen, Merkel tritt zurück. Das ist im Grundgesetz zwar nicht vorgesehen, aber Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würde der Bitte um Entlassung wohl nachkommen. Zur Begründung müsste sie dann aber mehr bieten als den Wunsch, ihrer Nachfolgerin das Leben zu erleichtern. Mit dem Ende von Merkels Amtszeit wäre dann übrigens automatisch auch die Amtszeit all ihrer Minister beendet. Und dann?

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