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Weil sie nichts Besseres finden

Migranten ziehen in arme Stadtviertel

FOTO: dpa / Patrick Pleul

Berlin/Cottbus/Frankfurt. Flüchtlinge lassen sich in den ostdeutschen Städten meist da nieder, wo niemand anders wohnen will: In den heruntergekommenen Plattenbausiedlungen am Stadtrand.

In ostdeutschen Städten lassen sich immer mehr Migranten nieder. Die meisten landen allerdings dort, wo niemand gerne hinziehen möchte. Vor allem in den benachteiligten Stadtvierteln steigt der Anteil an Ausländern. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin. Der Soziologe Marcel Helbig hat dafür 83 deutsche Städte untersucht mit der Frage, wie sich Einwohner ohne deutschen Pass dort verteilen. Entscheidend waren die Veränderungen zwischen 2014 und 2017. Die Studie zielt darauf ab, wo die Flüchtlinge, die in diesen Jahren aufgenommen wurden. Das Ergebnis zeigt: meist in den ärmsten Stadtteilen.

Das sind die Viertel, in denen mehr als 60 Prozent der Bewohner Sozialleistungen erhalten. In Cottbus stieg in diesen stark benachteiligten Wohnlagen der Ausländeranteil um 5,42 Prozent an. Ganz anders als in den besseren Gegenden, wo höchstens 20 Prozent Leistungsempfänger leben. Dort stieg der Anteil an ausländischen Bewohnern zwar auch, aber nur um 0,46 Prozent.

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