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Ohne Bleibe in Berlin

Hilfe für polnische Obdachlose aus der Heimat

Ein Obdachloser liegt auf einer Bank im Tiergarten. Unter den dort campierenden Obdachlosen sind laut zuständigem Bezirk Mitte zahlreiche Polen. FOTO: dpa / Paul Zinken

Berlin. Auf der Straße in Berlin leben auch viele Menschen aus dem Ausland. Warschau bietet jetzt Landsleuten eine Rückkehr-Hilfe an.

Für polnische Obdachlose in Berlin gibt es seit Anfang September Hilfe aus dem eigenen Land. Ein polnischer Sozialarbeiter und ein ehemals von Obdachlosigkeit betroffener Pole seien als Team gemeinsam auf der Straße unterwegs, berichtete der polnische Botschaftsrat Marcin Jakubowski. Ziel sei es, polnische Obdachlose in der Hauptstadt zur Rückkehr in ihre Heimat zu motivieren.

Das polnische Team gehört zur Hilfsorganisation Barka, die unter anderem mit der Berliner Stadtmission kooperieren will. Barka habe in Polen und im Ausland bereits lange Erfahrungen mit Obdachlosenarbeit, berichtete Jakubowski. Rund 10 000 Polen aus Irland, Großbritannien und den Niederlanden hätten das Rückkehr-Angebot in ihre Heimat bisher angenommen. „Damit löst sich noch nicht das ganze Problem Obdachlosigkeit. Aber es ist ein Versuch, eine Antwort darauf zu finden“, sagte Jakubowski.

Für Berlin schätzt er die Zahl der polnischen Obdachlosen je nach Jahreszeit auf 1000 bis 1500. In deutschen Städten sei das die höchste Zahl. „Berlin hat sich entschlossen, das Thema Obdachlosigkeit anzugehen. Das finde ich gut“, sagte der Botschaftsrat. Anträge auf Gelder aus Polen für Berlin liefen bereits seit dem vergangenen Jahr. Die Bewilligung brauche allerdings immer Zeit.

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