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Richtungsstreit

In der AfD eskaliert der Streit um ihre politische Ausrichtung

Kopflos: Die AfD auf der Suche nach der politischen Ausrichtung. FOTO: dpa / Swen Pförtner

Berlin. Gleich mehrere Vorfälle lösten am Wochenende einen Richtungsstreit aus.

In der AfD ist ein Kampf um die politische Ausrichtung der Partei ausgebrochen. Während der Bundesvorstand befürchtet, die Partei könne von Rechtsextremisten unterwandert werden, beschwören diese die „Einheit“ innerhalb der Partei. Von dem Streit in der Partei würde nur der politische Gegner profitieren, betonte „Flügel“-Gründer Björn Höcke beim „Kyffhäusertreffen“ im thüringischen Leinefelde.

Gleich mehrere Vorfälle sorgten am Wochenende für Unruhe. So erklärte das AfD-Schiedsgericht des bayerischen Landesverbandes den rechtsnationalen „Flügel“ zu einer eigenständigen Organisation. Diese stehe in Konkurrenz zur AfD. Die Parteisatzung schließe aber die Mitgliedschaft in der AfD und einer „sonstigen politischen Vereinigung“ aus. Dagegen betonte Höcke auf dem „Kyffhäusertreffen“, der „Flügel“ stehe nicht in Konkurrenz zur AfD: „Wir verteidigen die Einheit der AfD von innen und außen.“

Wie schwierig es aber um die Einheit bestellt ist, bewies der Parteitag in NRW. Dort eskalierte ein Streit zwischen den Vorständen Helmut Seifen, der als gemäßigt gilt, und Thomas Röckemann, einem Sympathisanten des „Flügels“, um die Führung im Landesverband. Seifen warf Röckemann vor, seine Loyalität gelte in erster Linie Höcke, dessen Anhänger die Partei spalten wollten – und trat daraufhin zurück.

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