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Washington

„Er schaute mir in die Augen ...“

Michael Cohen, ehemaliger Anwalt von US-Präsident Trump,  hat eine Menge zu erzählen.  Foto: Alex Brandon/AP/dpa FOTO: dpa / Alex Brandon

Washington. Michael Cohen, über zehn Jahre der persönliche Rechtsanwalt  des US-Präsidenten, hat seinen Ex-Chef gnadenlos bloßgelegt. Vor dem amerikanischen Kongress sagte Cohen, „ich bin hier, um die Wahrheit über Herrn Trump zu erzählen.“

  Cohen bezeichnete den 45. Präsidenten als Rassisten, Hochstapler und Betrüger, der wegen seiner geschäftlichen Verbindungen zum Kreml und daraus resultierenden Interessenkonflikten kompromittiert sein könne. Er selbst „schämt sich“, sagte Cohen, für einen Mann gearbeitet zu haben, der sich auf der Grundlage von Hass und Intoleranz erfolgreich um die Präsidentschaft bewarb.

„Er schaute mir in die Augen und sagte, dass es keine Geschäfte mit Russland gibt“, sagte Cohen. Dieselben Aussagen habe Trump später öffentlich wiederholt und „damit das amerikanische Volk belogen“. Gelogen habe der Präsident auch über seine Rolle bei Schweigegeldzahlungen für eine Affäre für die Porno-Darstellerin Stormy Daniels. Als Beweis präsentierte Cohen einen von Trump unterschriebenen Scheck, mit dem er seinen Anwalt für dessen einschlägige Bemühungen entschädigte.

Auch brachte Cohen Dokumente mit, die beweisen sollen, wie Trump immer wieder über seine persönlichen Finanzen gelogen habe. Darüber hinaus ging es um Drohbriefe an Schulen und Universitäten, die der Präsident besucht hatte und die er zwingen wollte, auf die Veröffentlichung seiner Noten zu verzichten. Zu guter Letzt hatte Cohen auch Papiere, die beweisen sollen, dass der Präsident Gelder aus seiner eigenen karitativen Organisation benutzte, um für ein Donald-Trump-Porträt zu zahlen.

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