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Verkehr

Minister streiten: Was kostet die Diesel-Hardware?

Wie teuer ist die Hardware-Nachrüstung bei den Schummel-Diesel von VW? In der Bundesregierung gibt es Streit darüber. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte

Berlin. Vor der Entscheidung der Bundesregierung über Hardware-Nachrüstungen an älteren Dieselautos spitzt sich der Streit zwischen Verkehrs- und Umweltministerium zu.

Im Fokus stehen die Kosten einer möglichen Nachbesserung der Abgasreinigung am Motor, die in Städten die Luft verbessern und weitere Fahrverbote verhindern soll. Von 3000 bis 11 000 Euro ist im Entwurf für den Abschlussbericht einer Expertengruppe die Rede – das sorgte im Bundesumweltministerium für Ärger. Denn dort nennt man Stückzahl-Kosten von 1000 bis 3000 Euro. Für die Wirtschaftlichkeit der Nachrüstung würde das einen großen Unterschied machen.

„Es ist erstaunlich, wie sich das Verkehrsministerium einen Expertenbericht zurechtbiegen will, bis er zu seiner Position gegen Hardware-Nachrüstungen passt“, sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth der „Frankfurter Allgemeinen“. Das SPD-geführte Umweltministerium werde die „Spielereien“ des CSU-geführten Verkehrsressorts „nicht akzeptieren und die politischen Veränderungen des Expertenberichts sachlich richtigstellen“.

Unterschiedliche Darstellungen gibt es in den beiden Ministerien auch dazu, wie viel zusätzlichen Sprit nachgerüstete Diesel verbrauchen würden. Während in einer Version aus dem Haus von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) von „nahe Null“ bis zu sechs Prozent die Rede ist, heißt es in der nun verbreiteten Fassung, es seien Mehrverbräuche bis zehn Prozent zu erwarten.

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