ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Nach dem blutigen Attentat von Christchurch

Neuseeland trauert um Terror-Opfer

Blumen, Kerzen und Gebete: Neuseeland betrauert die Opfer des Attentats von Christchurch. FOTO: AFP / MARTY MELVILLE

Christchurch. 50 Menschen haben bei einem Anschlag auf eine Moschee in Christchurch ihr Leben verloren. Die Frage aller Fragen ist offen: Wie konnte das passieren?

Auch Tage nach der Bluttat im neuseeländischen Christchurch, bei der 50 Menschen um Leben kamen, bleiben viele Fragen offen. Warum konnte der Attentäter Brenton Tarrant unter dem Radar der Sicherheitsbehörden in Neuseeland durchschlüpfen? Warum hat der nationale Geheimdienst NZSIS (New Zealand Security Intelligence Service) die Warnzeichen nicht wahrgenommen?

Tarrant war ständig unterwegs. Er reiste in der kürzeren Vergangenheit nicht nur in die Türkei, nach Bulgarien, Kroatien und Ungarn sowie in zahlreiche Länder Afrikas und Asiens, sondern auch nach Pakistan. Doch das fiel den Behörden nicht auf. Tarrant besaß einen Waffenschein und halbautomatische Gewehre, ohne dass das Aufmerksamkeit verursacht hätte. Der Täter hatte nach Worten des internationalen Sicherheitsexperten Paul Buchanan zudem Verbindungen in die rechtsradikale Szene von Christchurch. Doch auch das fiel nicht auf.

Nein, die Ideologie seines Rassenhasses blieb so lange verborgen, bis der Australier wenige Minuten vor den Anschlägen auf die beiden Moscheen in Christchurch sein umfangreiches Manifest („The Great Replacement“) per E-Mail an 70 Personen inklusive Premierministerin Jacinda Ardern schickte. Darin glorifiziert er etwa den norwegischen Attentäter Anders Breivik und den bosnischen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic. Doch zu diesem Zeitpunkt war es zu spät, um das Blutbad noch zu verhindern.

top