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Paul Buchanan, ein in Neuseeland lebender ehemaliger Sicherheitsberater der US-Regierung, hält dieses Versagen für keinen Zufall. Die elektronischen Überwachungssysteme seien nun mal auf die Sprache radikaler Islamisten geeicht. „Sie können die Ausdrucksweise von rechtsradikalen Rassisten nicht identifizieren.“

Premierministerin Jacinda Ardern hatte bereits am Freitag, direkt nach den Anschlägen auf die beiden Moscheen in Christchurch, eingeräumt: „Wir haben uns einseitig auf islamistischen Terror konzentriert.“ Der neuseeländische Geheimdienst führt insgesamt 30 bis 40 Personen als Gefährder. In seinem jüngsten Jahresbericht heißt es, man arbeite hart daran, Bedrohungen zu identifizieren und zu bekämpfen, „aber es ist möglich, dass eine abgeschottete Einzelperson einen Terroranschlag in Neuseeland verüben“ könne. Von solchen Personen wüsste dann auch der Geheimdienst-Bund „Five Eyes“ nichts, der aus den Geheimdiensten der USA, Kanadas, Großbritanniens, Australiens und Neuseelands besteht.

Nun zeigt sich um so deutlicher und bestürzender, dass auch in Neuseeland eine Bedrohung von rechts gegeben ist – und das, obwohl unter den 4,6 Millionen Einwohnern nur sehr kleine Minderheiten zu finden sind.

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