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Krebsfrüherkennung

Die eigene Entscheidung sollte auf Wissen beruhen

Ärzte greifen bei vielen Untersuchungen auf moderne Technik zurück – Computertomografie zum Beispiel hilft bei der Früherkennung von Krebs. FOTO: dpa-tmn / Felix Hörhager

Berlin. Studie: Nutzen von Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wird von Ärzten und Patienten überschätzt, die Risiken jedoch unterschätzt.

Der Nutzen von Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wird von Ärzten und Patienten „in der Regel deutlich überschätzt, die Risiken demgegenüber deutlich unterschätzt“. Das meint Prof. Norbert Schmacke von der Uni Bremen, Mitautor des „Versorgungs-Reports Früherkennung“ der AOK. Seinen Angaben zufolge würden von 1000 Frauen, die zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr regelmäßig am Brustkrebsscreening teilnehmen, etwa zwei bis sechs vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt, während etwa neun bis zwölf Frauen wegen eines entdeckten Tumors operiert oder bestrahlt würden, der ihr Leben ohne Vorsorgeuntersuchung nicht beeinträchtigt hätte.

Zudem habe eine repräsentative Befragung von mehr als 2000 gesetzlich Versicherten ergeben, dass Teilnehmer von Krebs-Früherkennungsuntersuchungen zu selten oder nicht umfassend genug über den Nutzen, aber auch die Risiken der Untersuchungen aufgeklärt werden. So hätten lediglich 55 Prozent der teilnehmenden Frauen angegeben, über die Vorteile der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs informiert worden zu sein. Gerade 25 Prozent wurden über die Risiken ins Bild gesetzt.

Ein ähnliches Bild habe sich bei Darmkrebs-Vorsorge gezeigt. Nur bei der Brustkrebs-Früherkennung sei das Verhältnis ausgewogen gewesen.

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