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Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator

Obama und Bush würdigen McCain – Trump geht golfen

Meghan McCain steht weinend am Sarg ihres Vaters im Capitol. FOTO: dpa / Andrew Harnik

Washington. Die politische Elite versammelt sich in Washington zur Trauerfeier für den Senator. Diese wird zur Gegenveranstaltung zum Amerika des derzeitigen US-Präsidenten.

Meghan McCain kämpft bei der Trauerfeier für ihren Vater mit den Tränen, immer wieder muss sie ihre Ansprache am Samstag unterbrechen. Diesen Satz aber sagt sie mit fester Stimme: „Das Amerika John McCains hat es nicht nötig, wieder groß gemacht zu werden, weil Amerika immer groß war.“

Unter den mehr als 3000 geladenen Gästen in der Nationalen Kathedrale in Washington brandet spontan Beifall auf. Zur selben Zeit macht sich Präsident Donald Trump – auf dessen Wahlkampf-Slogan „Make America Great Again“ Meghan McCain anspielt – vom Weißen Haus aus auf den Weg zum Golfplatz.

Zum Trauergottesdienst für den langjährigen republikanischen Senator hat sich die politische Elite versammelt, und der US-Präsident ist nicht dabei. Fairerweise muss gesagt werden, dass McCain vor seinem Tod hat wissen lassen, dass er die Anwesenheit Trumps nicht wünsche. Dass McCain nicht vom Präsidenten verabschiedet werden wollte, sagt allerdings viel über den Zustand der Politik in den USA aus.

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