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Fachkräftemangel

Roboter kontra Pflegenotstand

In der Pflege werden auch in Zukunft Zehntausende Fachkräfte fehlen, sagt eine IW-Studie voraus. FOTO: dpa / Oliver Berg

Berlin. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, der Fachkräftemangel wird noch größer. Neben Zuwanderung könnte auch Technik helfen – die Bereitschaft der Deutschen, sich von Pflegerobotern unterstützen zu lassen, ist jedenfalls erstaunlich groß.

Bis zum Jahr 2035 dürfte die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von derzeit drei auf dann vier Millionen gestiegen sein, teilte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag in Berlin mit.

Besonders stark werde ihre Zahl in Bayern (plus 39,5 Prozent) zulegen, aber auch Brandenburg (36,2) dürfte stark betroffen sein. Deshalb seien bundesweit rund 150 000 zusätzliche Pflegekräfte notwendig, sagte IW-Direktor Michael Hüther. Im Gegensatz zu vielen anderen „Engpassberufen“ liege für die Altenpflege „ein bundesweiter, flächendeckender Mangel“ vor. Und das obwohl etwa die Zahl der Fachkräfte in der Altenpflege allein zwischen 2013 und 2016 um 14,5 Prozent auf 240 000 gestiegen sei.

Das wollte der Arbeitgeberverband Pflege so nicht stehen lassen: Das ständige Überbieten mit immer neuen ,,Horrorzahlen“ helfe nicht wirklich weiter, so Vizepräsident Friedhelm Fiedler. Stattdessen brauche man „ein Einwanderungsgesetz ohne überbordende Bürokratie“, das es Fachkräften und Ausbildungswilligen erlaube, zügig in Deutschland in die Altenpflege einzusteigen.

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