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Militärmanöver

Russland lässt die Muskeln spielen

Russische Kampfflugzeuge stoßen beim Manöver Täuschkörper gegen Lenkwaffen mit Infrarotsuchkopf aus. FOTO: picture alliance / Leszek Szyman / Leszek Szymanski

Moskau. 300 000 Soldaten rücken in Russland zum Manöver aus. Die Übung richte sich gegen niemanden, sagt das Oberkommando. Aber die Demonstration militärischer Macht fällt in eine brenzlige internationale Lage.

Russland zeigt seine wiedererstarkte Militärmacht beim größten Manöver seit sowjetischen Zeiten 1981. Bei der Übung Wostok (Osten) 2018 kommende Woche ist der Einsatz von 300 000 Soldaten, 36 000 Panzern und anderen Fahrzeugen, mehr als 1000 Flugzeugen, Hubschraubern und Drohnen sowie von 80 Marineschiffen geplant.

Das Großmanöver in Sibirien und im Fernen Osten Russlands richte sich gegen kein anderes Land, sagte Generalstabschef Waleri Gerassimow in Moskau. Die Übung finde statt in Übereinstimmung „mit unserer Militärdoktrin, die auf Verteidigung ausgerichtet ist“, betonte er vor Militärdiplomaten.

Trotzdem werden die Mengen an Soldaten und Material in international brenzliger Lage in Marsch gesetzt. In Syrien läuft eine Offensive der Regierungsarmee gegen die letzte Rebellenhochburg Idlib ab. Die Türkei, die USA und die EU-Staaten befürchten ein großes Blutvergießen. Russland hat im östlichen Mittelmeer eine starke Flotte zusammengezogen. Auch die übt nach Moskauer Angaben nur, sie soll aber andere Mächte von einem Eingreifen abhalten.

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