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Bundestag

Schäuble ist neuer Bundestagspräsident

Amtswechsel: Der scheidende Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, l) gibt dem scheidenden Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) vor Beginn des Gottesdienstes zur konstituierenden Sitzung des 19. Deutschen Bundestages am 24.10.2017 in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin die Hand. FOTO: Wolfgang Kumm / dpa

Berlin. Wolfgang Schäuble ist neuer Präsident des Deutschen Bundestages. In der konstituierenden Sitzung wurde er am Dienstag mit rund 70 Prozent der Stimmen gewählt.

501 Abgeordnete stimmten am Mittag für Schäuble, 173 gegen ihn. 30 Enthaltungen gab es sowie eine ungültige Stimme. Die Unionsfraktion hatte Schäuble als größte Fraktion im neuen Bundestag für die Wahl vorgeschlagen. Der bisherige Finanzminister hat sich ach dem Wechsel aus dem Kabinett an die Parlamentsspitze eine „Abkühlphase“ verordnet. Bei seinem Abschied von der internationalen Bühne gab sich der Noch-Finanzminister selbst einen Rat: „Tue Dich nicht zu allem öffentlich äußern, was Dich gar nichts angeht.“ Er schob aber auch nach: „Aber den Rat zu befolgen, ist noch schwieriger.“

Eigentlich gestaltet Schäuble viel lieber Politik, als im Plenarsaal über Tagesordnungen und Zwischenrufe zu wachen. Klar ist: Der 75-jährige CDU-Politprofi bleibt ein politisches Schwergewicht. Der dienstältere Abgeordnete wird weiter mitmischen - auf sein Weise:

- als „Neben-Bundespräsident“: Der Bundestagspräsident gilt als zweithöchstes Amt im Staate - nach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der hat bisher die Rolle als Nummer eins aber noch nicht richtig ausfüllen können. Die Lücke könnte Schäuble schließen.

(bob)
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