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Parlamentswahl

Schweden vor schwieriger Regierungsbildung

Beansprucht den Auftrag zur Regierungsbildung: Ministerpräsident Stefan Löfven kommt bislang aber nur auf eine hauchdünne Block-Mehrheit. FOTO: dpa / Claudio Bresciani

Stockholm. Sozialdemokraten bleiben die stärkste Kraft nach der Parlamentswahl. Die Rechtspopulisten verbuchen starke Zugewinne.

Verluste für die Sozialdemokraten, Jubel bei den Rechtspopulisten: Schweden steht nach der Parlamentswahl vom Sonntag eine schwierige Regierungsbildung bevor. Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Stefan Löfven bleiben dem vorläufigen Ergebnis zufolge zwar stärkste Kraft. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten (SD) mit einem Rekordergebnis von 17,6 Prozent wollen nun aber „echten Einfluss“ in der Politik, wie Parteichef Jimmie Akesson verkündete.

Löfvens Sozialdemokraten kamen bei der Abstimmung am Sonntag auf 28,4 Prozent der Stimmen – ein Verlust von 2,8 Prozentpunkten und ihr schlechtestes Wahlergebnis seit mehr als hundert Jahren. Die konservativen Moderaten landeten mit 19,8 Prozent auf Platz zwei. Drittstärkste Kraft wurde die SD mit 17,6 Prozent – bei der Wahl 2014 war die von Neonazis mitgegründete Partei noch auf 12,9 Prozent gekommen.

Der 39-jährige SD-Parteichef Akesson hatte gehofft, sogar 20 bis 30 Prozent der Stimmen zu holen. Obwohl seine Partei schlechter abschnitt als erwartet, erklärte Akesson, die SD habe ihre „Rolle als Königsmacher gestärkt“.

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