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Justiz

„Unfassbares Verbrechen“ – BGH prüft Urteil

Die Entscheidung des BGH wird am 6. September verkündet. FOTO: dpa / Uli Deck

Karlsruhe. Die Tat erschüttert 2016 über Dessau hinaus: Ein junges Pärchen vergewaltigt und misshandelt eine Chinesin.

Sie bezahlte ihre Hilfsbereitschaft mit dem Leben: Eine Studentin aus China unterbricht ihre Joggingrunde, um beim Tragen schwerer Kartons mit anzupacken. Aber die junge Frau, die sie in Dessau angesprochen hat, lockt sie mit ihrem Freund in eine Falle. Die 25-Jährige wird brutal vergewaltigt, stirbt unter Qualen.

Bei der Urteilsverkündung gegen das Paar, beides Deutsche, spricht die Richterin am Landgericht von einem „unfassbaren Verbrechen“. Wie viel Schuld trägt daran die weibliche Angeklagte? Das prüft seit Donnerstag der Karlsruher Bundesgerichtshof (BGH). (Az.: 4 StR 87/18)

Am 11. Mai 2016 hält eine Überwachungskamera fest, wie die Frau, damals wie ihr Freund 20 Jahre alt, die Chinesin auf der Straße abpasst, in ein Haus lotst. Das Foto, das später bei der Trauerfeier an das Opfer erinnert, zeigt eine zierliche Frau mit schüchternem Lächeln und kindlichen Zügen. Gegen den 1,95 Meter großen und mehr als 100 Kilogramm schweren Angeklagten, der nach Überzeugung der Dessauer Richter im Treppenhaus wartet, hat sie keine Chance.

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