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Nahles: AfD weder bürgerlich noch patriotisch

Verfassungsschutz beobachtet Teile der AfD-Jugend

Berlin/Bremen. Wird die AfD doch noch ein Fall für den Verfassungsschutz? Auf Bundesebene wohl erst einmal nicht. Auch wenn einige Spitzenpolitiker das längst für überfällig halten.

Der gemeinsame Demonstrationszug von AfD und Pegida in Chemnitz gibt der Debatte über eine Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz neue Nahrung. Der Bremer Verfassungsschutz nimmt jetzt den AfD-Nachwuchs ins Visier. Die Junge Alternative werde seit der vergangenen Woche beobachtet, teilte der Bremer Senat am Montag mit.

Das niedersächsische Innenministerium wollte am Nachmittag über eine «aktuelle Maßnahme der niedersächsischen Sicherheitsbehörden in Zusammenhang mit der Jugendorganisation der AfD Niedersachsen» informieren. Landeschef Lars Steinke war im August abgesetzt worden, nachdem er Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg als Verräter bezeichnet hatte.

Die AfD hatte für Samstag zu einem «Schweigemarsch» nach Chemnitz eingeladen, um an die Tötung eines 35-Jährigen Deutschem mit kubanischen Wurzeln zu erinnern. Als Tatverdächtige gelten zwei junge Araber. An der Kundgebung nahmen rund 8000 Menschen teil. Neben mehreren AfD-Landesvorsitzenden marschierten auch Vertreter des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses in der ersten Reihe mit.

(dpa)
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