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Gefährdungspotenzial

Verfassungsschutz warnt vor Kindern aus islamistischen Familien

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Kindern, die in islamistisch geprägten Familien in Deutschland aufwachsen.FOTO: dpa / Oliver Berg

Essen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Kindern, die in islamistisch geprägten Familien in Deutschland aufwachsen. Unionspolitiker fordern Beobachtung von unter 14-Jährigen.

„Angesichts der Zahl der Minderjährigen und jungen Erwachsenen, die in Deutschland in dschihadistischen Familienverbünden leben und aufwachsen, birgt die dschihadistische Sozialisation ein nicht unerhebliches Gefährdungspotenzial“, heißt es in der Analyse, aus der auch die Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe in ihren Montagsausgaben zitieren.

Ob und wie sich dieses Potenzial gegenüber der nicht dschihadistischen Umwelt manifestiere, könne aufgrund des überwiegend noch sehr jungen Alters der betroffenen Minderjährigen derzeit noch nicht abgeschätzt werden, erklärten die Verfassungsschützer. Festgestellt werden könne jedoch, dass dieses mittel- bis langfristige Phänomen eine kontinuierliche Bearbeitung nicht nur durch die Verfassungsschutzbehörden notwendig mache. Gefahren gingen auch von jenen Familien aus, die nicht in Kampfgebiete in Syrien oder im Irak ausgereist seien, sondern sich kontinuierlich in Deutschland aufgehalten hätten. Der Verfassungsschutz geht von einer niedrigen dreistelligen Zahl islamistischer Familien mit mehreren Hundert Kindern aus.

Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen sagte den Funke-Zeitungen, die fortwährende dschihadistische Sozialisation von Kindern durch ein islamistisches familiäres Umfeld sei „besorgniserregend und deshalb auch für den Verfassungsschutz eine Herausforderung in den nächsten Jahren“.

(epd/fh)
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