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EU-Kommission

Was von der Leyen jetzt anpacken muss

Von der Verteidigungsministerin zur Chefin der EU-Kommission: Auf Ursula von der Leyen (CDU) warten wichtige Aufgaben in der EU. FOTO: dpa / Axel Heimken

Brüssel. Die neue EU-Kommissionschefin tritt offiziell zum 1. November an. Vorher arbeitet sie ihre politische Agenda aus.

Es ging alles sehr schnell für Ursula von der Leyen. Vor zwei Wochen wurde sie für das Amt der EU-Kommissionspräsidentin nominiert, am Dienstag gewählt, am Mittwoch nahm sie im Schloss Bellevue ihre Entlassungsurkunde als Verteidigungsministerin entgegen. „Sehr anstrengende Tage“ seien es gewesen, sagt die CDU-Politikerin.

Doch jetzt darf von der Leyen ihre neue Aufgabe  mit etwas mehr Ruhe und viel Vorlauf angehen. Bis zum Amtsantritt am 1. November kann sich die CDU-Politikerin gründlich vorbereiten. Sie bekommt dafür in der Brüsseler EU-Kommissionszentrale eine Büroflucht und ein eigenes Team von EU-Beamten, so sehen es die Regeln vor. Auch ihr Gehalt bezieht von der Leyen als gewählte, aber noch nicht amtierende Präsidentin schon von der EU.

Dafür muss sie auch schon harte Nüsse knacken. Die CDU-Politikerin hat ihren Sommerurlaub gestrichen und will sich sofort in die Brüsseler Arbeit stürzen. Wichtigste Aufgabe: Sie muss ihr Kollegiums-Team mit den Kommissaren aus den anderen 27 Mitgliedstaaten zusammenstellen und die Aufgaben verteilen. Diese Truppe muss die Präsidentin im September dem Parlament vorstellen, wo jeder Kommissar in Anhörungen auf Herz und Nieren geprüft wird; Ende Oktober muss das Parlament die Kommission als Ganzes billigen.

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