ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
CDU-Parteichefin sorgt schon wieder für Ärger

AKK erteilt Macrons Europaideen Absage

Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bekam für einem Witz über Transgender-Klos beim Narrengericht in Stockach viel Kritik. Nun sorgt ein Gastbeitrag in der Welt am Sonntag, in dem sie Vorschlägen für Europa von Frankreichs Präsidenten eine Absage erteilt, für Ärger. FOTO: dpa / Patrick Seeger

Berlin. In einem Zeitungsbeitrag weist Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) die Forderungen von Frankreichs Präsident Macron mit Blick auf Europa zurück. Das sorgt für viel Kritik.

Annegret Kramp-Karrenbauers Pläne für Europa haben parteiübergreifend für Kritik gesorgt. In einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Welt am Sonntag“ hat die CDU-Chefin mehreren Forderungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron eine Absage erteilt.

So lehnte die CDU-Parteichefin zum Beispiel Macrons Forderung nach einem europäischen Mindestlohn ab. Um Europa stärker zu machen, gehe es zuerst darum, die „Grundlagen unseres Wohlstandes“ zu sichern“, schreibt sie in dem Beitrag. Weiter heißt es: „Dem Ziel eines handlungsfähigen Europas wird kein europäischer Superstaat gerecht.“ Auch eine „Vergemeinschaftung von Schulden und eine Europäisierung der Sozialsysteme lehnte die CDU-Politikerin ab. Macron ist vor wenigen Tagen mit eigenen Plänen für eine tiefere europäische Integration an die Öffentlichkeit gegangen.

Kramp-Karrenbauer erteilte nicht nur Vorschlägen von Macron eine Absage, sondern formulierte auch eigene Ideen für Europas Zukunft. Sie schlug etwa die Schaffung eines „gemeinsamen Binnenmarkts für Banken“ vor. „Gleichzeitig müssen wir konsequent auf ein System von Subsidiarität, Eigenverantwortung und damit verbundener Haftung setzen“, hieß es von der CDU-Vorsitzenden, die außerdem betonte: „Europäischer Zentralismus, europäischer Etatismus, die Vergemeinschaftung von Schulden, eine Europäisierung der Sozialsysteme und des Mindestlohns wären der falsche Weg.“

top