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Politik

Die Wirtschaft kritisiert das Rentenpaket

Was wird wohl aus der Rente? Fakt ist: Die Altersversorgung wird Milliardensummen verschlingen. FOTO: dpa / Jens Wolf

Berlin. Die Große Koalition im Bund hat sich auf soziale Verbesserungen bei der Rente geeinigt. Die Zukunft der Alterssicherung bleibt vorerst ausgeklammert.

Um 00.12 Uhr verbreitete die Pressestelle der Union die Ergebnisse des nächtlichen Koalitionsgipfels, sieben Minuten vor der SPD. Da hatte sich der Streit um das Rentenpaket in Luft aufgelöst; schon am Morgen wurde alles im Kabinett auch offiziell beschlossen. Sozialminister Hubertus Heil (SPD), um dessen Vorschläge es ging, zeigte sich „sehr zufrieden“. Scharfe Kritik kam am Tag danach von der Wirtschaft. Hier die Übersicht über die Beschlüsse.

Rentenniveau: Die „doppelte Haltelinie“, die schon im Koalitionsvertrag steht, ist jetzt amtlich: Das durchschnittliche Rentenniveau des sogenannten Eckrentners – eine statistische Größe – soll nicht unter 48 Prozent des Einkommens sinken; der Beitrag nicht über 20 Prozent steigen. Derzeit liegt er bei 18,6 Prozent. Das Ganze gilt freilich nur bis 2025. Was danach kommt, wenn es immer mehr Rentner und immer weniger Arbeitnehmer gibt, bleibt offen. Dazu soll bis zum März 2020 eine Expertenkommission Vorschläge machen. Die Forderung der SPD, schon jetzt ein langfristiges Rentenniveau von 48 Prozent festzulegen, wurde nicht aufgegriffen. Eine ähnliche Festlegung auf der Beitragsseite verlangte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Die gesamten Sozial­abgaben müssten langfristig unter 40 Prozent gehalten werden; alles andere sei eine schwere Hypothek für Wachstum und Beschäftigung, sagte er. Derzeit liegen die Sozialabgaben insgesamt bei 39,75 Prozent.

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