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Tödliche Schüsse

Angst und Entsetzen in Halle: Die Tat eines Rechtsextremisten

Mit einem Bus wurden Menschen aus der Gefahrenzone in Halle gebracht. FOTO: dpa / Sebastian Willnow

Halle/Saale. In Halle fallen Schüsse - zwei Menschen sterben. Eine Leiche liegt gegenüber einer Synagoge. Ein weiterer Tatort soll ein Döner-Imbiss sein - mehrere Täter sind auf der Flucht. Der Bundesinnenminister spricht am Mittwoch von einer rechtsextremistischen Tat.

Bei Angriffen mitten in Halle/Saale sind vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Die jüdische Gemeinde entging unmittelbar vorher womöglich einer Katastrophe. Ein Täter mit Stahlhelm und Stiefeln versuchte Mittwochmittag die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen, scheiterte jedoch. In dem Gotteshaus feierten zu dem Zeitpunkt 70 bis 80 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

Die Stadt Halle sprach am frühen Nachmittag von einer „Amoklage“. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, mehrere bewaffnete Täter seien mit einem Auto auf der Flucht. Fotos und Videos, die von Medien veröffentlicht wurden, zeigten aber nur einen maskierten Schützen. Auch Augenzeugen sprachen nur von einem Täter. Am frühen Nachmittag meldete die Polizei die Festnahme einer Person. Aus Sicherheitskreisen hieß es am Abend, es deute nun doch alles auf einen Einzeltäter hin.

Entwarnung erst am Abend

(dpa)
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