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11 000 Demonstranten bei Protesten am Samstag

Konzert gegen Rassismus: Chemnitz vor neuer Herausforderung

Teilnehmer der Demo gegen Fremdenhass am Samstag in Chemnitz. Am Montag werden Tausende Besucher eines Gratis-Konzertes von bekannten Bands wie „Kraftklub“ und „Die Toten Hosen“ für Toleranz und gegen Rassismus in der Stadt erwartet. FOTO: dpa / Monika Skolimowska

Chemnitz. Nach einer tödlichen Auseinandersetzung und ausländerfeindlichen Übergriffen kommt Chemnitz nicht zur Ruhe. Den Demonstrationen und Protesten vom Wochenende folgt ein riesiges Konzert gegen Rassismus.

 Proteste, Kundgebungen, Gedenken, Konzerte - Chemnitz bleibt im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen um Flüchtlingspolitik und Rassismus.

Bei den Kundgebungen in Chemnitz am Samstag gingen nach Polizeiangaben mehr als 11 000 Teilnehmer bei den unterschiedlichen Versammlungen auf die Straße. 8000 Demonstranten waren es bei den Kundgebungen von rechtspopulistischer AfD, Pro Chemnitz sowie der ausländer- und islamfeindlichen Pegida. Rund 3000 Menschen zählte die Polizei bei den Gegenkundgebungen.

Bei den Demonstrationen wurden den Angaben zufolge 18 Menschen verletzt. Darunter seien drei Beamte, die beim Zurückdrängen von Demonstranten Blessuren erlitten, teilte die Polizei in Chemnitz am Sonntag mit. Abseits der Demonstrationen wurde ein 20-jähriger Afghane von vier vermummten Menschen angegriffen und geschlagen. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Die Zahl der Straftaten wurde mit mindestens 37 angegeben, darunter Fälle von Körperverletzung und Sachbeschädigung, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, Widerstand gegen Beamte oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

(dpa)
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