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Oberster Verfassungsschützer löst Diskussion über „Hetzjagden“ aus

120 Verfahren nach Ausschreitungen in Chemnitz

FOTO: dpa / Jan Woitas

Dresden . Zu den Ausschreitungen in Chemnitz nach dem Tod eines 35-Jährigen liegt viel Videomaterial vor. Das werten die Ermittler derzeit aus - und sind schon auf zahlreiche Straftaten gestoßen.

Videoaufnahmen der von Ausschreitungen begleiteten Demonstrationen in Chemnitz dokumentieren nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Dresden zahlreiche Übergriffe. «Wir sehen bei der Auswertung der Videos eine Vielzahl von Straftaten», sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Wolfgang Klein, am Freitag.

Das reiche von Landfriedensbruch zu Körperverletzung bis hin zu Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. «Derzeit haben wir 120 Ermittlungsverfahren bei der Polizei für den 26. und 27. August.»

Die Auswertung der Videos dauere an. «Bis jetzt haben wir nach wie vor keine Anhaltspunkte für sogenannte Hetzjagden gefunden», sagte Klein. Bei Hetzjagden stelle man sich vor, dass Menschen durch die Straßen gejagt und verprügelt würden. Das habe man nicht gesehen. Hetzjagd sei aber auch kein juristischer Begriff, so Klein.

(dpa)
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