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Sachsen

33-Jähriger räumt Tötung der Ehefrau in Asylunterkunft ein

Der Prozess vor dem Landgericht Leipzig hat am Mitwoch begonnen. FOTO: dpa / Jan Woitas

Leipzig. Syrer ist angeklagt, seine Frau in Borna getötet zu haben.

(dpa/bl) Ein 33 Jahre alter Mann hat die tödliche Attacke auf seine Ehefrau in einer Asylunterkunft in Borna zugegeben. Der Angeklagte muss sich seit Mittwoch wegen Mordes vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Der Syrer sagte zum Prozessauftakt nicht selbst aus, sondern ließ den psychiatrischen Gutachter aus den gemeinsamen Gesprächen berichten. Demnach hat der 33-Jährige zugestochen, weil ihn seine Frau über Monate hinweg mit einem anderen Mann betrogen habe.

Laut Anklage hat er der 24-Jährigen einen wuchtigen Stich mit einem Küchenmesser in den Oberkörper versetzt. Die Frau war an inneren Blutungen gestorben. Die Tat hatte sich am 4. Februar dieses Jahres vor den Augen der beiden zwei und drei Jahre alten Söhne des Paares ereignet. Die Kinder sind seitdem in der Obhut des Jugendamtes. Für die Anklagebehörde sind die Mordmerkmale der Heimtücke und niedere Beweggründe erfüllt.

Der Angeklagte hatte nach eigenen Angaben bei einer Autoexplosion in seiner Heimat in Syrien 2013 sein linkes Bein verloren. Ein Jahr später heiratete er eine entfernte Verwandte, mit der er über die Türkei 2016 nach Portugal geflüchtet war und dort einen Asylantrag gestellt hatte. Das Paar flüchtete aber weiter nach Dresden und stellte erneut einen Asylantrag. Dann wurden sie in die Asylbewerberunterkunft nach Borna gebracht.

(dpa/bl)
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