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Wild-Monitoring

Achtung Foto! – Mehr Wildkameras in Sachsens Wäldern

Eine Wildkamera beim Start des Bund-Luchsmonitorings in der Hainich-Region. FOTO: dpa / Jens Kalaene

Dresden. Der Wald ist inzwischen seltener ein geeigneter Ort, um sich zu verstecken. Bewusst installierte Kameras beobachten das Treiben von Hirsch, Wolf, Luchs und Waschbär. Verirrt sich mal ein Mensch vor die Linsen, gelten besondere Bestimmungen.

Ob Rotwild oder Wolf - immer öfter versuchen Wissenschaftler, Naturschützer und Jäger dem Wild im Wald mit Kameras auf die Schliche zu kommen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. So wurden dem Staatsbetrieb Sachsenforst zufolge bei einem Forschungsprojekt zum Rotwild im Erzgebirge 86 Fotofallen aufgestellt. Vor vier Jahren hatte der Betrieb 45 Kameras für das Monitoring geschützter Wildarten angegeben – hauptsächlich zur Beobachtung von Wolfsrudeln.

Probleme mit dem Datenschutz hat es deswegen bisher nicht gegeben, hieß es. Die Wildkameras würden grundsätzlich abseits von Wanderwegen oder Erholungseinrichtungen eingesetzt. Die Aufnahmen dort zielten ausschließlich auf Wildtiere, Abbildungen von Menschen würden gelöscht.

Laut des Kontaktbüros „Wölfe in Sachsen“ werden im Durchschnitt zwei bis vier Wildkameras je Wolfsterritorium eingesetzt. Anzahl und Standorte wechseln den Angaben zufolge während des Jahres. Durch die Fotofallen könne nachgewiesen werden, ob sich ein oder mehrere Wölfe in einem bestimmten Gebiet aufhalten oder auch ob und wie viele Welpen geboren wurden – zumindest ungefähr. Die Fotofallen liefern den Angaben zufolge Daten zur Größe der Rudel und deren Abgrenzung. Zudem könnten mit den Aufnahmen bisweilen einzelne Tiere wiedererkannt werden.

(dpa)
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