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Mit 2,49 Promille

Betrunkener Lokführer rauscht mit ICE durch Berlin und Brandenburg

Bahnreisende, die in Wittenberg nicht aussteigen konnten, weil der Zug durchbrauste, mussten mit der S-Bahn zurückfahren. FOTO: dpa / Jan Woitas

Wittenberg. Am Dienstagabend ist der ICE 993, der auf dem Weg von Hamburg über Berlin nach Leipzig gewesen ist, einfach an Wittenberg (Sachsen-Anhalt) vorbeigefahren. Polizisten, die im Zug saßen, holten den Fahrer schließlich raus. Ein Atemalkoholtest ergab 2,49 Promille.

Im Fall eines betrunkenen ICE-Lokführers in Sachsen-Anhalt fordert der Fahrgastverband Pro Bahn harte Konsequenzen für den Betroffenen. „Wer so erwischt wird, ist die längste Zeit seines Lebens Lokführer gewesen“, sagte der Sprecher und Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. So etwas dürfe nicht vorkommen.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend im ICE 993 von Hamburg nach Leipzig. Der Lokführer sei in Bitterfeld abgelöst worden, teilte die Deutsche Bahn auf Anfrage mit. „Die genauen Umstände werden derzeit gründlich untersucht.“ Mit knapp 2,5 Promille war der betrunke Lokführer an Wittenberg (Sachsen-Anhalt) vorbeigerauscht. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete, sollte der Zug eigentlich um 22.10 Uhr in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) halten.

Der Zugchef habe dann Bundespolizisten angesprochen, die in dem ICE, der auch über Berlin fährt, saßen. In Bitterfeld sei der Lokführer wenig später herausgeholt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Pirna am Mittwoch.

(dpa/uf)
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