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Randale in Chemnitz

Chemnitz demonstriert „Herz statt Hetze“

Die Polizei ist heute bei den Demonstrationen wieder mit einem Großaufgebot in Chemnitz vor Ort.FOTO: dpa / Jan Woitas

Chemnitz. Bündnis macht heute gegen die Fremdenfeindlichkeit von AfD, Pegida und Pro Chemnitz mobil.

Vor den am Samstag erwarteten Großdemonstrationen in Chemnitz haben Bundes- und Landespolitiker zum Kampf gegen Rechtsextremismus aufgerufen und zugleich vor Pauschalurteilen gewarnt. „Wir stehen zusammen dafür, dass Chemnitz und Sachsen mehr sind als brauner Mob“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Freitag bei einem Besuch in der Stadt.

Am Samstag sind in Chemnitz erneut Großdemonstrationen geplant. Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ will ein breites Bündnis am Nachmittag gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrieren. Die AfD ruft vor dem Hintergrund des gewaltsamen Tods eines Deutschen am vergangenen Wochenende zu einem Schweigemarsch auf. In dem AfD-Aufruf für die Kundgebung heißt es, es solle „um die Toten und Opfer der illegalen Migrationspolitik“ getrauert werden. Auch die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung will sich beteiligen. Die rechtsextreme Organisation Pro Chemnitz rief ebenfalls erneut zu einer Demonstration auf.

Der nach dem tödlichen Messerangriff in Chemnitz festgenommene Iraker hat laut einem Medienbericht in seinem Asylverfahren gefälschte Papiere vorgelegt. Eine Untersuchung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg habe ergeben, dass zwei der von dem Mann vorgelegten Personaldokumente „Totalfälschungen“ seien, berichtete der „Spiegel“ am Freitag.

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